Durch FIEGE zu einem festen Job
Mit einer eigenen Fahrschule will die FIEGE Gruppe zukünftig dem aktuellen Mangel an qualifiziertem Fahrerpersonal entgegenwirken.
Nach nur wenigen Monaten der intensiven Vorbereitungen ist es dem Personallogistiker FIEGE uni/serv gelungen, in eigenen Räumen an der Gelsenkirchener Hafenbahnstraße den Unterricht aufzunehmen. Die erste Gruppe besteht aus zehn Fahrschülern. Sie kommen aus Münster, Leipzig und Erfurt, Dortmund und Berlin, aus Süddeutschland und dem hohen Norden, sie sind arbeitslos und haben bereits den Führerschein der Klasse 2. Aber sie alle wollen ihre Kenntnisse unbedingt auffrischen und auf den neusten Stand bringen, um damit zukünftig Lkw modernster Technik steuern zu können.
"Wir sichern Ihnen nach erfolgreichem Abschluss dieser dreiwöchigen Schulung einen festen Arbeitsplatz zu“, erklärt Jürgen Hachenberg, Geschäftsführer FIEGE uni/serv, den Schulungsteilnehmern zu Beginn des Unterrichts. Zwei Fahrlehrer stehen für den theoretischen und praktischen Teil der Schulung zur Verfügung – und unten auf dem Hof warten bereits zwei riesige Züge mit dem FIEGE-Logo auf die ersten Rangierübungen. Die Kosten der Schulung können von der Agentur für Arbeit übernommen werden, die erfolgreichen Absolventen werden als Angestellte von Fiege uni/serv an die verschiedenen Kunden des Personallogistikers vermittelt. Dazu zählen natürlich auch die zahlreichen Niederlassungen der FIEGE Gruppe in ganz Deutschland.
"Vorrangiger Grund für die Einrichtung einer Fahrschule war der immense Mangel an qualifizierten Lkw-Fahrern innerhalb der FIEGE Gruppe, der sich insbesondere während der Fußballweltmeisterschaft im Sommer vergangenen Jahres bemerkbar machte“, erklärt Jürgen Hachenberg die Initiative von FIEGE uni/serv. „Natürlich hatten auch unsere Kunden mit dem Fahrermangel zu kämpfen, täglich erhielten wir Anfragen nach gutem Fahrpersonal. Doch da wir uns vorrangig auf die Vermittlung von Logistikpersonal fokussiert hatten, konnten wir weder die eigenen noch die Kundenwünsche befriedigen. Da kam die rettende Idee mit der Fahrschule.“ Und damit nicht die weite Anfahrt der Fahrschüler von ihrem Zuhause bis zur Fahrschule das Projekt zum Scheitern bringen könnte, stellt FIEGE uni/serv für die Dauer der Schulung sechs Schlafplätze im Gebäude der Fahrschule zur Verfügung.
120 Fahrer können mit dem heutigen Potenzial in Gelsenkirchen pro Jahr ausgebildet und damit in den Arbeitsmarkt wieder eingegliedert werden. Damit kann zunächst ein Teil des Bedarfs gestillt werden, deutschlandweit ist es aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Darum gilt es für die Mannschaft vor Ort schon heute nach Expansionsmöglichkeiten zu suchen, denn ab 2009, wenn das neue EU-Kraftfahrer-Qualifikationsgesetz in Kraft tritt, reicht der Führerschein der Klasse 2 allein nicht mehr aus, um sich hinters Steuer eines Trucks zu setzen. „Eine konsequente Weiterbildung in einer lizenzierten Fahrschule wird dann zur Pflicht für alle Lastkraftwagenfahrer“, sagt Fahrschulleiter Manuel Dusza, „und auch beim Erwerb des Führerscheins müssen weit mehr Themen als bisher wie zum Beispiel zahlreiche Rechtsfragen behandelt werden – und das alles in 140 vorgeschriebenen Unterrichtsstunden.“
Die zweite Gruppe der Fahrschüler starteten am 5.März. Die Teilnehmer sind ausnahmslos Anfänger, die mit dem Beruf des Lkw-Fahrers einen neuen Start ins Arbeitsleben schaffen wollen.
